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Am Samstag feierten über 300 Freunde von nah und fern Hochzeit mit Judith & Andreas im Festsaal im Haus der Ruhe. Es war ein sehr gesegnetes und gelungenes Fest.
Zu Beginn wurde das Brautpaar von Klaus Hauptmann gesegnet. Das Thema der Festreden war, voll von göttlicher Liebe zu werden. Gewöhnlicher weise wird auf Hochzeiten von Liebe geredet, aber wenn die Liebe und Güte täglich zunehmen soll, dann muss man Gott um seine Liebe bitten. Die göttliche Liebe erträgt alles und sie hört niemals auf. Wir wurden angespornt, unseren Mitmenschen in dieser Liebe zu dienen – so zu dienen, dass die Liebe von Tag zu Tag größer und inniger wird. Viele Freunde bedankten sich bei Judith und Andreas für ihre Treue und ihr ganzherziges Leben. An diesem Tag wurde etwas von ihrem verborgenen Leben sichtbar – dies war wirklich eine Rede und ein Ansporn, ihrem Leben und Glauben nachzufolgen!  Segnungslied Judith's musikalische Familie Bruder Corneliussen las auf der Hochzeit eine Geschichte vor. Hier kann sie noch einmal nachgelesen werden: Als ich ein ganz kleiner Junge war, durften meine Schwester und ich einmal mit zu Verwandten nach Stuttgart auf eine Hochzeit. Es war die erste Hochzeit, die ich mitmachte, und alles war so interessant. Mit Kutschen fuhr man zur Kirche, und dann gab's im Hotel ein großes Essen. Auf der Speisekarte stand am Schluss: „Eisbombe“. Und meine Schwester und ich, wir saßen unten am Tisch und hatten nur ein Verlangen, dass nämlich die Eisbombe bald kommen möge. Die kam aber endlos lange nicht, weil immer noch ein Onkel eine große Rede hielt. Diese Reden waren uns schrecklich langweilig. Und trotzdem ist eine dieser Reden mir unvergesslich geblieben. Da stand ein Onkel auf, der ein bisschen witzig sein wollte, und sagte: „Meine lieben Festgäste! Man erzählt sich, im Himmel stünden zwei Stühle, die für die Eheleute bestimmt wären, die es keine Sekunde bereuten, geheiratet zu haben.“ Und dann fuhr er fort: „Aber die Stühle sind bis zum heutigen Tage leer!“ In dem Moment wurde er unterbrochen. Mein Vater rief quer durch die ganze Gesellschaft meiner Mutter zu, die am anderen Ende der Festtafel saß: „Mutter, die Stühle kriegen wir!“ Ich war ein kleiner Junge und habe den tiefen Sinn gar nicht ganz verstanden. Aber es ging ein Strom von Freude durch mein Herz, weil ich die ganze wundervolle Wärme eines solchen Elternhauses spüren durfte. Ist Ihre Ehe so? So hat Gott sie sich gedacht! Ich denke an all die Ehen, in denen in den 25 Jahren allmählich alles erkaltet ist. Grauenvoll! Es gibt viele Eheleute, die zum Ehepartner sagen sollten: „Du, wir müssen noch einmal von vorne anfangen!“ Das kann man!  Lied von Judith's Freundinnen Ein glückliches Brautpaar |